Vertrauen in den Fluss des Lebens

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Die Schmetterlingspuppe macht sich keine Gedanken drüber, ob es richtig ist, was mit ihr geschieht oder wird ungeduldig, weil sie meint die Verwandlung würde zu langsam gehen. Sie vertraut auf den „Fluss des Lebens“ – den Lauf der Natur

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Es ist schon ein Weile her, da schrieb ich über meine Ungeduld aufgrund des nun schon länger anhaltenden Stillstands bei meinem Bewußtwerdungsprozess.

Wobei „Stillstand“ nicht die korrekte Bezeichnung ist. Es geschieht schon noch Einiges im mir – viele kleine Veränderungen und innere Konflikte zwischen dem konditionierten Verstand und dem „neuen“, wahren Selbst, das dabei ist sich in dieser Welt zu manifestieren.

Wenn ich jedoch zurückblicke, gab es schon einige große Schritte, die ich auf diesem Weg gemacht habe bzw. Ereignisse und Entwicklungen, die das Schicksal / meine Bestimmung einfach in mein Leben brachten. Nun ist seit über einem Jahr nichts Großartiges mehr geschehen. Ich weiß: Was ist schon ein Jahr auf dem Weg der Bewußtwerdung? Die Ungeduld belastet mich trotzdem desöfteren.

Ich komme mir vor wie die Schmetterlingspuppe im Bild oben. Eingesponnen in ihrem Kokon läßt sie die Natur ihren Lauf nehmen und wartet auf ihre „Wiedergeburt“ als völlig neues Lebewesen.

Ein interessanter Gedanke dazu:

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Wenn die Schmetterlingslarve sich verpuppt und dann, wenn es soweit ist der Schmettering schlüpft – ist die Larve dann tot? 

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Könnt Ihr ja ein bischen drauf „rumdenken“…  😉

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Meine Ungeduld wuchs von Monat zu Monat. Ich stellte die Frage ins „Außen“, an die „große Verbindung“, das Göttliche – nennt wie Ihr es wollt:

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„Wann geht es weiter? Bin ich zu langsam? Habe ich etwas übersehen? Läuft etwas falsch??  Bitte gebt mir ein Zeichen!“

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Ich schrieb außerdem in einem meiner vorherigen Einträge, daß man immer eine Antwort bekommt – man muss nur in der Lage sein sie als solche zu erkennen. 😉

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Gestern war ich im Netz unterwegs und las auf einem anderen Blog einen Artikel. Normalerweise gehe ich die Startseite nie bis zum Ende hinunter, da sie oft so eingestellt ist, daß beim herunterfahren einfach der nächste Artikel geladen wird.

Aus irgendeinem Grund machte ich es gestern trotzdem und fand am Ende der Seite ein Zitat – und erhielt meine Antwort, um die ich gebeten hatte:

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“ Was sich zu verzögern scheint, verläuft nach Plan, was nicht zu kommen scheint, ist bereits im Gange, was die Ungeduld der Menschen schürt, sind die Erwartungen im Außen, da das Erfahren der Neugeburt im Inneren noch nicht vollkommen ist.“

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„Nur“ ein paar Worte, die mich aber, nachdem ich sie gelesen hatte, zurück zur Ruhe finden ließen und in mir wieder die Erinnerung weckten, das Vertrauen in den Fluss des Lebens zu bewahren.

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In diesem Sinne…

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6 Kommentare zu „Vertrauen in den Fluss des Lebens

  1. Jede Reise braucht ihre Rasten. So auch die Reise zum ICH-BIN. Denn wenn sich Erkenntnis nach Erkenntnis, ohne Pause, einem Erwachten offenbart, kann es den physischen Körper an die Belastungsgrenze bringen. Das Allumfassende, der Allvater kommuniziert in jedem Augenblick unseres Seins. Uns erscheint eine Rast manchmal als Stillstand oder Rückschritt. In diesem Momenten gilt es noch mehr ins Hier und Jetzt zukommen und ganz bewusst zuzuhören. Dabei begreift man das Stillstand ja den Tod bedeutet. Und siehe da, genau in dieser Sekunde haben wir die nächste Erkenntnis! Nehmt euch Zeit, auf der Reise und bei der Rast.
    Sieg Heil – Siegesheil
    fritze

    Gefällt 2 Personen

    1. Danke für Deine Worte.
      Ja, dieses Wochenende, als mir bewußt wurde wie sehr ich mich verändert habe, hat wohl meinen Körper / Psyche an ihre Belastungsgrenze gebracht. Deshalb die zeitweilige Rückkehr der Angst-Attacken. Ich habe in diesen Tagen wirklich nicht mehr gewußt WER ich bin.

      Es kam mir vor, wie wenn plötzlich ein Anderer mein Leben lebt. Jemand, der grundsätzlich eine andere Lebenseinstellung, einen anderen Charakter, anderen Geschmack und andere Vorlieben hat.

      Das kann einen schon ziemlich – nennen wir es mal: „durcheinander bringen“.

      Diese „Wehe“ habe ich zum Glück hinter mir. Die Ängste sind weg und ich habe mich langsam an die Veränderung gewöhnt.

      Die Nächste ist bestimmt schon in Vorbereitung – tief in mir drin. Es wird noch interessant werden… 😉

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  2. Das Vertrauen in den Fluss des Lebens ist wichtig, wer in dessen Wasser schwimmt, ist Teil dieses Lebensstromes. Man begibt sich auf eine wundervolle Reise, jeder neue Tag ist ein Wellenschlag, der einen weiter bringt. Wer sich dem Lauf dieses Flusses anvertraut, wird einmal reich beschenkt an Erlebten ans letzte Ufer getragen. Bis dahin dürfen wir Fische im Wasser des Lebens sein – ein wundervoller, lebenswerter Gedanke. Danke dafür, werter Deutscher.

    Ganglerie

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    1. Du brauchst mir nicht zu Danken. Wenn die Menschen die Erinnerung wieder erlangen was sie wirklich sind und sich in diesen Fluss des Lebens begeben, dann schaffen wir automatisch eine neue Welt.

      Die Welt, die nach Ragnarök entstehen wird. Ich finde es immer amüsant, wenn irgendwo vom „Weltuntergang“ geschrieben wird. Im Grunde genommen ist dies richtig – die Welt der Finsternis wird untergehen. Das bedeutet aber für Diejenigen, die das Licht ins sich tragen nichts Schlechtes – im Gegenteil.

      Wir werden endlich wieder „zu Hause“ sein. 🙂

      Gefällt 1 Person

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