Unterwegs Teil 2: Teufelsfelsen, Wasserfälle und Selbsterkenntnis

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Heute gibt es – wenn auch mit etwas Verzögerung – den zweiten Teil der „Unterwegs“-Reihe.

Dieses besondere Wochenende wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Nicht nur wegen der schönen Dinge, die ich gesehen habe, sondern vor allem aufgrund der Erkenntnis, daß jemand/etwas Anderes in mir „das Ruder übernommen hat“.

Wie bereits in Teil 1 beschrieben begann ich das Wochenende mit den Freizeitaktivitäten, die ich früher gerne gemacht habe:

Ein kompletter Tag in einem Freizeitbad mit Entspannen im Thermalwasser und anschließendem Saunieren. Normalerweise ist so ein „Wohlfühl“-Tag früher immer „ratzfatz“ vorbei gewesen und ich war meist der Letzte, den die Putzfrauen kurz vor Schließung aus der Anlage gekehrt haben. 😉

Diesmal war jedoch etwas anders. Ein starkes Unwohlsein überkam mich, trotz der Tatsache, daß ich mir eine meiner Lieblingsanlagen ausgesucht hatte.

Die Unbewußten nervten schon nach kurzer Zeit gewaltig mit ihrem belanglosen, teils peinlichem Sklaven-Geschwätz, außerdem spürte ich regelrecht die schlechte Energie, die über diesem Ort lag. Das Personal gab sich keinerlei Mühe die Unlust an seiner Arbeit zu verstecken und als ich den Tiefkühl-Billig-Fraß auf einem der Tische gesehen habe, entschloß ich mich dort auf eine Mahlzeit zu verzichten und stattdessen mein mitgebrachtes Obst und einige Rohkost-Riegel zu essen.

Eigentlich hatte ich eine Tageskarte zu einem günstigen Sommertarif gekauft, aber nach ca. 4 Stunden habe ich es nicht mehr ausgehalten und meine Sachen gepackt. Beim Rausgehen wußte ich, daß ich nie wieder dorthin zurückkehren werde. Dieser Teil meines Lebens ist definitiv vorbei.

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Den ganzen Tag abhängen in protzigen Freizeit-Bade-Tempeln – im künstlichen „Paradies“?    Nein, Danke…

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Mein wahres Selbst, das immer mehr zum Vorschein kommt hat keinerlei Interesse an solchen Aktivitäten. Eine Erkenntnis, die schwerfällt, denn auch die Vorlieben in der Freizeit sind ein Teil des Egos mit dem man sich identifiziert und wenn all das immer mehr verschwindet, dann folgt automatisch die Angst alles zu verlieren. Man weiß einfach nicht mehr Wer man ist.

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Der zweite Tag sollte dies ändern. Für Jemanden, der früher eher bewegungsfaul war und die 100 Meter zum Bäcker lieber mit dem Auto gefahren ist (was auch am äußeren Erscheinungsbild sichtbar war 😉 ), habe ich dafür nun ein sehr intensives Interesse am Wandern entwickelt.

Zwei Ziele habe ich mir dafür an diesem Tag ausgesucht.

Kompass+Karte

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Das Erste war die „Teufelskanzel“ – ein besondere Felsformation mitten im Wald auf der Frickenhofer Höhe. Vermutlich eine heilige Stätte unserer germanischen Vorfahren. Und wenn der Katholiken-Abschaum diesen Ort mit solch einer Bezeichnung versieht, dann sollte man gerade aus diesem Grund dorthin gehen. 😉

Als ich nach einigem Suchen (es war schon alles zugewachsen) schließlich dort ankam, war der Zugang zur Teufelskanzel abgesperrt aus „sicherheitstechnischen Gründen„.

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Ihr könnt Euch sicherlich denken, was ich getan habe…   😉

Finger

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Äußerst amüsant fand ich auch das Lügen-Geschmier auf der sog. „Informations-Tafel“:

Im Volksmund war dies ein doppelt „verwunschener“ Platz – Zuerst die Heiden, dann die Täufer.

Buuuhu! Die „pöhsen“ Heiden!!  Horror-Märchen für BRD-Schlafdeppen…

 

lachend

Nach einer kleinen Pause, um die Energien an diesem Ort aufzunehmen, ging es dann weiter in Richtung meines zweiten Ziels:

Den Hörschbachwasserfällen

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Endlich am Ziel angekommen musste ich feststellen, daß diese Wasserfälle Sonntags ein gerne besuchter Ort sind – schon einige Hundert Meter vor dem Parkplatz standen auf beiden Seiten der Straße jede Menge Autos.

 

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Zu dem Zeitpunkt dachte ich, daß der Tag gelaufen war. Schon in Erwartung meinen Aufenthalt dort zwischen den ganzen unbewußten BRD-Arbeitsdrohnen im Freizeitmodus verbringen zu müssen ging ich genervt weiter.

Die gute Nachricht vorweg: Es kam anders als erwartet.  🙂

Im Hörschbachtal gibt es zwei Wasserfälle – den Vorderen und den Hinteren.

Während der Vordere sich in unmittelbarer Nähe zum Parkplatz befindet muss man, um zum hinteren Wasserfall zu gelangen ca. 2,5 km (teilweise) durchs Wasser (wasserdichte Schuhe sind eindeutig von Vorteil 😉 ) und über Stock und Stein klettern. Wer also nicht so gut zu Fuß unterwegs ist, kommt dort garnicht hin bzw. wer zu faul ist, über eine zu schlechte Beweglichkeit / Kondition verfügt und sich nicht schmutzig machen möchte, sollte es beim Besuch des vorderen Wasserfalls belassen oder nimmt einen größeren Umweg über besser befestigte Waldwege.

Diese Umstände waren eindeutig zu meinem Vorteil. Während sich die Masse der Besucher am vorderen Wasserfall versammelte, waren am Hinteren nur ein Bruchteil der Leute, so daß der Aufenthalt sehr angenehm war und ich die Zeit dort genießen konnte.

Außerdem gibt es am hinteren Wasserfall eine Schleuse, die manuell geöffnet werden kann.

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ANKLICKEN ZUM VERGRÖSSERN

 

Läßt man genügend Wasser auflaufen und öffnet diese geht alles mit einem Schwall den Wasserfall hinunter und man kann richtig schöne Fotos machen und das Rauschen des Wassers genießen.

Das war auch der Punkt, an dem ich erkannte, daß dieses Wandern, Klettern, schmutzig werden und durchs Wasser waten mir so viel Spass gemacht haben. Ich habe mich wieder gefühlt wie in meiner Kindheit – spürte regelrecht wie die Energie aus mir herausstrahlte und empfand ein sehr intensives Gefühl der Ruhe und Zufriedenheit.

Ich blieb noch eine ganze Weile dort und sah noch ein paar Mal zu, wie die Schleuse geöffnet wurde und genoss einfach den Moment. 😎

Auch der Rückweg hielt noch eine schöne Überraschung für mich bereit.  Da es schon relativ spät war befanden sich kaum noch Besucher am vorderen Wasserfall. Dieser ist so geschaffen, daß man sich zwischen Felsen und Wasserfall stellen kann.

Es war noch eine Famile mit Kindern dort, die sich in Badehosen unter den Wasserfall stellten. Da überkam mich plötzlich die Lust es auch zu tun.

Ich dachte: „Hm, aber ich habe keine Badehose eingepackt und selbst wenn ich mich nur zwischen Felsen und Wasserfall stelle werde ich ziemlich nass dabei… „

nachdenken

 

Ach, was soll’s!

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Beispielbild 😀

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Es waren immer noch fast 30 Grad, also waren die Klamotten relativ schnell wieder trocken.  😉

Mein altes „Ich“ hätte so etwas NIE gemacht!

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Nachfolgend ein paar Impressionen auf dem Hörschbachtal:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

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So wurde es doch noch ein richtig schöner Tag – ich habe viel über mich Selbst erfahren und wieder neue(?) Seiten an mir entdeckt.

Auf dem Rückweg gab es noch einen Zwischenstopp in einer vegetarischen / veganen Gaststätte, in der ich noch einen sehr leckeren veganen Burger mit einem Grünkern-Gemüse-Bratling und einer Chilli-Soße sowie einem Rohkost-Salat gegessen habe.

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Was ist mein Fazit von diesem Ereignis- und Erkenntnis-reichen Wochenende?

 

Geht raus, Leute!  Wendet Euch ab vom System und seinen peinlichen Inszenierungen, das nur Eure Aufmerksamkeit (Energie) bündeln möchte, um Euch dadurch in Angst und Abhängigkeit zu halten. Laßt die ganzen Handlanger der Finsternis (Politiker) und ihre Märchen-Erzähler (Medien) in der Bedeutungslosigkeit verschwinden, die sie verdient haben und geht raus in die Natur.

Gerade ein längerer Aufenthalt im Wald wirkt wie ein Austausch der Energien. Die Schlechte entweicht und die Gute wird aufgenommen.

Was irgendwelche Witzfiguren in Brüssel, Berlin, Washington, Moskau oder Ankera machen ist völlig unbedeutend.

Ihr müsst Euch immer fragen: Was hat dies mit meinem Leben zu tun?  Nichts – es soll Euch nur in Angst halten.  Angst vor einem Weltkrieg – Angst vor dem Finanzkollaps – Angst vor Pandemien – Angst vor „Terrorismus“, usw.

Die Dinge werden ihren Lauf nehmen – es macht keinen Unterschied, ob Ihr euch die ganze Zeit Sorgen macht oder Angst habt. Die Auswirkungen Eures Denkens und Fühlens betreffen ausschließlich Euch Selbst.

Genießt einfach die Zeit, die Euch geschenkt wurde.  Lernt im Hier und Jetzt zu leben.  🙂

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In diesem Sinne…

 

 

 

 

 

 

 

 

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13 Kommentare zu „Unterwegs Teil 2: Teufelsfelsen, Wasserfälle und Selbsterkenntnis

  1. Lieber guter Deutscher,
    ich lebe in Bali, 700m vom Indischen Ozean entfernt. Habe ich Gäste, und wir gehen baden, dann packen die die Tasche: Badekleidung, Tuch zum liegen, Tuch zum Trocknen, Plastik für die nasse Badhös, Sonnencrème, was noch, endlos. Ich habe es den Einheimischen abgeschaut: Ich nehme mit: Nix. Am Strand alles bis auf ein Hös ausziehen und rinn ins Wasser. Danach trocknet die Sonne, und das Salz auf der Haut möge weiterwirken.
    Will sagen:
    Die Verrücktheiten, die wir uns angewöhnt hatten, wir lassen sie wieder abblättern. Im Bild ausgedrückt: Dann sind wir wieder nackt, und unsere wunderbare Haut kann aufnehmen, was Sonne und Wind uns bescheren.
    Du machst dich nackt, und damit ermöglichst du das wunderbare Wechselspiel zwischen dem, was wir als „Aussen“ und als „Innen“ erleben hier, in unserer sagenhaft spannenden menschlichen Karnination äh Inkarnation.

    Ich kenne es, guter Deutscher, was du beschreibst, haha, ich kenne es aus dem ff. Will was Schönes und stosse auf Abstossendes…denke aber, na ja, so isses, gehe weiter unverdrossen…
    und, hallo, Genossen,
    hier wird nicht geschossen,
    hier wird gefeiert und gesungen,
    in Berg und Niederungen,
    die Seele freut und weitet sich,
    oh Seel‘, wie lieb‘ ich dich.

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    1. Es heißt doch: Der Deutsche geht nicht ohne Plan aufs Klo. 😉

      Wird Zeit diesen Irrsinn loszulassen und „einfach“ wieder zu leben ohne die Wahnvorstellung für alle möglichen Situationen vorsorgen zu müssen. Das ist hier in der BRD ja schon zur Besessenheit geworden…

      Gefällt 1 Person

      1. Den Spruch habe ich noch nicht gekannt, doch gilt er für den guten Deutschschweizer genau so. Einfach blöd, gelle? Ohne Plan aufs Klo?
        Andersrum, äähh,
        wenn einer ohne Plan aufs Klo geht, könnte es sein, dass er dann dort ratlos steht und nicht weiss, wozu er denn seinen Körper hierher befördert habe?
        Na ja, mässig lustige Replik.
        Das mit dem Plan. In Indonesien lerne ich Teutschschweizer eben das. Planlos planmässig vorankommen.
        Wobei die Extreme einfach blöd sind, hüben wie drüben. Ganz ohne Plan oder voll verplant, beides weder lustvoll noch gewinnbringend.
        Jut iss, mal von dem, mal von jenem es bitzeli mehr, mal es bitzeli weniger. Ich übe.

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  2. Werter Deutscher

    Deine Wanderungen sind ja gelebte Märchen, oder sich auf märchenhafte Art vom Alltag lösen. Ja, da fällt man direkt in den Schoß von Mutter Natur, und wird zauberhaft von ihr aufgenommen. Endlich dem zivilen Wahnsinn entflohen, fühlt man sich wohl. Da klopft es an meiner etwas eingeschlummerten Seele, und die ruft mir zu – los graues Männlein, las dich von deinen Beinen tragen, ins wirkliche Paradies. Meine weitaus aktivere Frau, was Wandern und Bewegung angeht, flog in Gedanken schon voraus, um mich aus dem stillen Nest zu locken. Mensch, da werde ich an ein wahres Kleinod erinnert, welches sich auf wundersame Weise auftat. Auf der Wanderung zwischen Muggendorf und Ebermannstadt, erst den Höhenwanderweg genommen, dann an der rauschenden Wiesend entlang ans Ziel. Auch die fränkische Schweiz ist Märchenland pur. Wir haben als Deutsche eine so wundervolle Heimat, in alle Himmelsrichtungen verstreut, und entdecken wir dann die Spuren unserer edlen Ahnen, schlägt das Herz noch lauter in der germanischen Brust. Bei Odin, ich muss mich wieder erheben, mit so einem Traumziel vor Augen auf die Beine machen. Deine Bilder und Beschreibungen stecken an, mit dem Wanderfieber, da hilft kein Pulver aus der Giftküche einer Pharmaziebude, da hilft nur der Sprung, rein ins pure Leben. Denn, Alter schützt nicht vor Reiselust, letztere entfacht wieder Jugend in meiner Brust.

    Einen sonntäglichen Gruß aus Sachsen

    Ganglerie

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      1. Guter Deutscher, Feuer entfacht hast du mit deinem Texte in mir nicht, doch hast du meinem Feuer zusätzliche Nahrung gegeben.

        Dieser Ausflug von dir, der Zweite, von dem ich lesen durfte, erinnerte mich an analoge Erlebenisse auf meiner Lebenswandelei.

        Schön ist es für mich, dass du mich Teil haben lässest.
        Auf ein Weiteres, freue mich schon im Voraus!

        Gefällt 3 Personen

  3. Lieber Bruder Deutscher,
    mit der höheren Schwingung der (R)Einheit, mit der Verbundenheit zu allem was ist und sei, ändert sich auch der Focus und die Interessen. Ich hätte früher am Wochenende meine Protzkarre gewaschen und gewachst. Heute habe ich Humus bzw. Kompost gesiebt und herzlich über den alten Autoputzer fritze gelacht.
    Sieg Heil – Siegesheil
    fritze

    Gefällt 2 Personen

  4. Hallo lieber Deutscher,
    ist das eine herrliche Erlebnisbeschreibung!
    Das erinnert mich an lang vergangene Tage im Harz. Wo wir mit E-bikes steilste Höhen hinauf gekraxelt sind, selbst „geschmierte“ Brote verzehrt haben und schließlich fix und fertig (ein E-bike den steilen Berg hinaufschieben ist irre anstrengend 😉 ) oben glückseelig und erfüllt ins Tal sehen konnten.
    Ich erinnere mich an die Flußläufe wo wir „ordnungsgemäß“ die Schuhe vor dem Fußbad ausgezogen haben, die Hosen hochgekrempelt und dann das erfrischende Naß genossen haben.

    Welche herrliche Zeiten. Sie geben die Kraft um dann die leider nicht weg zu redenden
    Drohbriefe der Behörden wieder beantworten zu können ohne sich übermäßig darüber aufzuregen. Ich wünschte, diese Zeit der Droherei und des Energieraubs wäre endlich vorbei.
    Alles Gute für Dich (und die anderen Kommentatoren) 🙂
    Der Rebell

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  5. Hi, du hast Recht, früher z.B. war ich als Jugendlicher sehr sportlich, dann irgendwann Umzug, jetzt hab ich mich ein paar Jahre sehr gehen gelassen, richtig dicklich geworden, nur Stress…
    Also hab ich mir im Urlaub eine gebrauchte Nintendo Wii gekauft mit Fitness Board und mache darauf Sport, Yoga und Aerobic als Cardiotraining… hätte heute schon von der Müllermilch kotzen können!

    Im Sommer hab ich ja nicht viel gemacht weil ich mich auch für mein Körper schämte, das soll sich nun ändern!

    Komme aus Sachsen(wo die Leute wirklich nicht intelligenter sind und es in den letzten 3-5 Jahren total verwestlicht wurde, ich meine nicht nur die Ausländeransiedlung, auch die Menschen an sich, exakt das gleiche inzwischen!

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  6. Danke für´s mitnehmen in einen Teil des Landes, den ich zugegebenermaßen wenig bis noch weniger kenne. Was nicht heissen soll, daß es mich nicht interessieren würde – mich hindert wohl eher die Bevölkerungsdichte.

    Die kleinen (Puzzle)Teile ergeben das Ganze. 😉

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